Ein Interview vom Juli 2008 mit Terry O'Quinn
Allocine: Was magst du so sehr an
Locke und was kannst du überhaupt nicht leiden?
Terry O'Quinn: Ich mag alles an ihm. Das mein ich wirklich so und nicht weil ich ihn verkörpere. Ich mag es ihn zu spielen und auch seine Fehler. Ich denke, dass all seine Schwächen ihn erst so interessant machen. Er ist das Gegenteil von
Jack und mir gefällt seine Instabilität. Weißt du, es gibt eigentlich nichts was mir daran missfällt, meinen Charakter zu spielen. Wenn ich ihn auf der Straße treffen würde, wäre ich mir nicht sicher ob ich ihn mögen würde, es würde mir eher etwas Angst bereiten, aber ich liebe diese Rolle.
Allocine: Ist so etwas wichtig für dich? Denkst du es ist wichtig das man seine Rolle liebt, um ein guter Schauspieler zu sein?
Terry O'Quinn: Du musst auf jeden Fall deine Arbeit lieben. Ich weiß nicht ob du deinen Charakter lieben musst, allerdings musst du ihn verstehen und nachvollziehen können, warum er diese Entscheidung fällt. Das ist die eine Hälfte des Jobs als Schauspieler. Die Psyche und das Verhalten seiner Rolle zu verstehen. Jeder hat einen Grund für sein Handeln und du musst nur herausfinden was diese Beweggründe sind. Hat man diese erst einmal erkannt muss man dies auch noch interessant darstellen können und dass, macht dann die andere Hälfte unserer Arbeit aus. Denke ich zumindest.
Allocine: Du warst der einzige Schauspieler ohne Vorsprechen. Was denkst du hat
J.J. Abrams überzeugt, dass du der Richtige für diese Rolle bist?
Terry O'Quinn: Wir haben bereits bei
Alias zusammen gearbeitet, wo ich auch längere Zeit tätig war. Ich war aber nur Gastdarsteller, also hatte ich nie viel Geld dafür erhalten. Ich denke er dachte, er sei mir deshalb noch was schuldig.
(lacht). Er dachte er schulde mir noch was, und offensichtlich hatte er den Glauben, das ich Locke auch richtig und interessant vermitteln könne, deshalb bin ich ihm auch sehr dankbar.
Allocine: Siehst du irgendwelche Parallelen zwischen dir und Locke?
Terry O'Quinn: Sicher. Aber ich denke das trifft auch auf dich zu.
(lacht).
Allocine: Was, zum Beispiel, habt ihr gemeinsam?
Terry O'Quinn: Also in meinem Fall, die Selbstzweifel. "Kann ich diesen Job durchführen?" Ich habe einige davon und bin so ungeduldig wie Locke. Ich möchte an Spirituelles und Magie glauben. Das sind meine Ähnlichkeiten.
Allocine: Du möchtest, oder du glaubst daran?
Terry O'Quinn: Das habe ich mit ihm gemein. Ich will und ich glaube auch daran wenn ich beweise sehe.
(lacht). Und mit ihm ist es das selbe, weißt du, er will und er sollte... Als sie sagten er sei ein
"Mann des Glaubens", ich denke er sucht verzweifelt an etwas zu Glauben. Ich denke, weißt du, sein gesamtes Leben vor der
Insel, hatte er gar keinen Glauben weil alles eine Enttäuschung war: Seine Familie - Keine Familie - Keine Freunde - Keine Aufmerksamkeit und keinen Platz in dieser Welt. Und er glaubt daran, landet auf einer Insel und hatte eine weiße Weste. Wie der
Philosoph John Locke sagte:
Tabula Rasa, eine weiße Weste. Jetzt kann ich darauf schreiben was ich will, ich kann jemand sein.
Allocine: Also ist er eigentlich nicht verloren?
Terry O'Quinn: Oh nein, nein, nein. Er ist der einzige der nicht verloren ist?
Allocine: Denkst du, er tut das richtige wenn er an die Insel glaubt?
Terry O'Quinn: Ich weiß nicht aber ich denke das ist eine gute Frage? Er hat ja einige Beweise daran zu Glauben, ich meine sie hat ihm das Leben gerettet. Erst einmal ließ sie ihn wieder laufen, und dann verhalf sie ihm aus einem Loch, trotz eines Loches in seinem Körper und sie passt immer noch auf ihn auf. Ich denke es würde mich zwar einschüchtern aber ich hätte keine Wahl, außer daran zu glauben.
Allocine: Denkst du das die Insel nur bestimmte Personen beschützt?
Terry O'Quinn:Vermutlich gibt sie wirklich nur auf vereinzelte Personen acht. Er glaubt er sei auserwählt. Auserwählt und das er aus einem bestimmten Grund dort gelandet ist und aus einem Grund so handelt, wie er handelt. Ob das klug ist was er da macht, wird sich noch rausstellen. Ich weiß es nicht und denke er hat gar keine Wahl. Er kann einfach nur weiter seinem Pfad folgen. Jack wider rum , verdrängt einfach was geschieht und verleugnet die merkwürdigen Mächte der Insel. Zumindest erkennt Locke diese Kräfte an und nimmt sie auch bewusst wahr.
Allocine: Wie nähern sich ihnen Leute auf der Straße an?
Terry O'Quinn: Ähm, ich denke, ich weiß nicht. Vermutlich so wie sie sich jedem annähern, den sie vom Fernsehen, Film oder so, erkennen...
Allocine: Fürchten die sich nicht?
Terry O'Quinn: Nicht das ich wüsste. Ich vermute mal diejenigen kommen nicht auf mich zu!
(lacht). Aber sie sind alle überaus freundlich und aufgeregt. Fans der Serie sind ganz aus dem Häuschen.
Allocine: Fragen die auch wie das so abrennt und was als nächstes passieren wird?
Terry O'Quinn: Manchmal, aber wir sind mittlerweile ganz gut im verweigern. Und ich weiß es nicht, ich weiß es wirklich nicht. Wir fangen Mitte August wieder zum drehen an und ich weiß nicht wie es weitergeht. Ich weiß weder, was in dem Skript steht, noch wohin die Insel verschwunden ist.
Allocine: Hast du trotzdem irgendwelche Theorien?
Terry O'Quinn: Nein. Ich habe keine Theorien. Ich fröne keinen Theorien, weil ich im Recht sein könnte, was schlimm wäre.
(lacht) Oder ich könnte auch falsch liegen, was zwar nicht sooo schlimm aber immer noch schlimm wäre. Wenn ich dir meine Theorie erzählen würde und einen Volltreffer lande, würden sich die Autoren untereinander fragen "Er hat gerade alle Antworten erzählt! Hast du sie ihm verraten?
(lacht)Allocine: Wie weit bist du involviert?
Terry O'Quinn: Hast du alle vier Staffeln gesehen?
Allocine: Ja.
Terry O'Quinn: Dann weißt du alles was ich weiß. Wenn ich im August die Arbeit wiederaufnehme, habe ich keine Ahnung was in dem Skript steht.
Allocine: Was würdest du denn gerne im Skript lesen?
Terry O'Quinn: Ich habe keine Wünsche. Ich würde mich gerne oft im Skript sehen.
(lacht) Ich würde gern einiges über John Locke im Skript vorfinden, weißt du. Je mehr ich an dieser Show arbeite um so glücklicher bin ich.
Allocine: Spekulieren die anderen Schauspieler darüber, was als nächstes mit ihnen geschehen wird?
Terry O'Quinn: Ich weiß nicht. nicht viel. Am Anfang versuchten sie es aber sie merkten schnell das ihre Theorien keine Früchte tragen werden. Und wenn du falsch liegst kann es deine Entscheidungen, weißt du, beeinflussen, in deiner Rolle. Du musst wirklich so rangehen wie vorgesehen und nicht versuchen zu erahnen was sie als nächstes schreiben werden. Ich meine, diese Geschichte ist doch noch unvorhersehbarer als das wahre Leben.
(lacht). Wir mögen vielleicht wissen was am nächsten Tag passiert aber...
Allocine: Oder wünscht du dir etwas was bestimmt nicht eintreten wird?
Terry O'Quinn: Ich kann nur hoffen was sich auch John Locke erhofft, weißt du. Ich kann kein Fan von dem Charakter sein. Ich kann Fan dieser Show sein, weil ich sie gerne sehe, aber ich kann mir nicht wünschen was geschieht.
Allocine: Bist du ein Fan von einem anderen Charakter außer Locke?
Terry O'Quinn: Nein. Ich kann kein Fan irgendeines Charakters sein. Ich meine, ich bin ein Fan der Schauspieler aus dieser Show.
Allocine: Wer ist dein Favorit?
Terry O'Quinn: Ich denke
Michael Emerson, weißt du,
Ben,
Desmond. Ich meine es gibt einige wirklich gute Schauspieler,
Josh, jeder. Ich denke jeder macht einen großartigen Job, ernsthaft.
Allocine: Wenn hast du gerne als deinen Gegenspieler?
Terry O'Quinn: Ben. Ich liebe es mit Ben zu drehen, wir sind ziemlich bequem und haben einen ähnlichen Arbeitsstil. Außerdem weißt du, haben wir die interessantesten Szenen gemeinsam.
Evangeline, weil sie so wunderschön und ein Schatz ist, mit dem man gerne zusammenarbeitet.
Yunjin Kim ist, denke ich, eine der besten Schauspielerinnen mit denen ich je zusammenarbeiten durfte, auch wenn wir nur wenige Szenen zusammen gedreht haben.
Allocine: Was würdest du zu auf eine öde einsame Insel mitnehmen?
Terry O'Quinn: Ich würde meine Gitarre, meine Frau
(Lori O Quinn) und Josh Holloway. Yeah, Meine Gitarre, meine Frau und Josh, weil meine Frau voll auf ihn abfährt und ich würde gerne manchmal etwas Zeit alleine mit meiner Gitarre verbringen.
Allocine: Und
Bush?
Terry O'Quinn: Manchmal bist du wütend und musst deine Aggressionen an irgendwem abreagieren, und da ich weder Josh noch meiner Frau weh tun möchte, würden ich und George immer wieder unsere Runden drehen.
Allocine: Wie geht es dir damit zu wissen das die Show nach 6 Staffeln beendet wird?
Terry O'Quinn: Ich bin froh darüber, dass sie es so durchziehen wollen, weil es bedeutet das die Handlung gut sein wird. Es wird stark enden und das Publikum begeistern, worüber wir Darsteller uns glücklich schätzen dürfen. Eine Episode wird mehr Handlung enthalten und die Geschichte wird sich dadurch schneller entwickeln. Es sind ja nur noch knapp 30 Episoden offen.
Allocine: Bist du erleichtert das es ein fixes Ende gibt?
Terry O'Quinn: Ich bin froh das es eine gute Geschichte geben wird. Ich bin nicht glücklich, wenn Lost vorbei ist, weil ich denke das es ein großartiger Job ist. Es hat sich seither viel für mich getan und ich genieße dies. Ich liebe es auf
Hawaii zu arbeiten und diesen Charakter darstellen zu dürfen. Auch die Arbeit mit der Crew ist ein voller Genuss. Deshalb möchte ich auch nicht das die Serie wegen mangelnden Interesse abgesagt wird und die Leute darauf nur noch gelangweilt reagieren. Das würde ich nicht wollen.
Allocine: Hast du bereits Pläne für die Zukunft?
Terry O'Quinn: Nächsten Sommer hoffe ich darauf einen Film in
Irland zu produzieren, den ich und mein Bruder geschrieben haben. Ich denke es wird ein guter Film
.
Allocine: Um was geht es darin?
Terry O'Quinn: Er heißt "The Land of Youth" und handelt über einen Amerikaner, der dort ist um mehr über seine Mutter zu erfahren, deren Geschichte voller Mysterien steckt und nicht nur "Woher in Irland kommt meine Familie denn?" Es geht darum wer wem getötet hat, was in den letzten 50 Jahren geschah und warum sie davonlief?... Also eine Mysterie/Lovestory, die sich um Vergebung dreht.
Allocine: Bist du Produzent oder Hauptcharakter?
Terry O'Quinn: Ja und Ja.
(lacht). Das ist mein Plan und wenn ich nicht beides sein kann, dann spiele ich nur den Hauptcharakter.
Allocine: Schon irgendwelche Ideen welche Schauspieler du dafür anwerben möchtest?
Terry O'Quinn: Ich meine, klar hab ich den perfekten Cast, ich mein...
Emma Thompson und weißt du... ich denke
Martin Sheen – Martin Sheen hat bereits sein Interesse mit uns den Film zu drehen bekundet. Wenn das klappt, ich hoffe es, ich hoffe es. Es wäre eine große Vollendung und ein gebührender Dank an Lost wenn dies geschieht.
Allocine: Denkst du es wird einen Lost Film geben?
Terry O'Quinn: Ich weiß nicht, ich weiß es nicht.
Allocine: Würdest du darin mitspielen wenn dies der Fall wäre?
Terry O'Quinn: Wenn es einen geben wird würde ich dabei sein, ich würde wenn – ich kann mir aber nicht vorstellen wie das funktionieren soll. Ich denke Lost sollte vorbei sein, wenn die Show endet, denn da sollte die Geschichte bereits erzählt worden sein. Ich denke es sollte kein "die fortfahrenden Abenteuer von...so und so", geben!
Allocine: Als Lost begann, hättest du gedacht, dass es so erfolgreich werden wird?
Terry O'Quinn: Nein, ich erwarte immer das eine Show floppt, weil dies auch bei den meisten Shows der Fall ist. Ich erwarte das Schlimmste und erhoffe das Beste, und wenn das Beste eintritt ist es , als hättest du in einer Lotterie gewonnen. Es ist unglaublich. Dies wird nicht nochmal passieren, und das habe ich besonders den jüngeren Darstellern immer wieder erklärt. Sowas passiert euch einmal im Leben, dafür garantiere ich. Es ist fast unmöglich nochmal so einen Erfolg in eurer Karriere zu erleben also genießt es.
Allocine: Warum denkst du ist diese Show so erfolgreich?
Terry O'Quinn: Sie ist anders. Sie ist erfolgreich auf der ganzen Welt und ich denke das liegt daran, das sie nicht "Amerikanisch" ist von einer "Amerikanische Situation" oder "Speziellen Amerikanischen Personen", handelt. Ich meine, es handelt von einer Gruppe von Menschen die gemeinsam auf einer Insel landen. Sie hatte die größten Produktionskosten aller bisherigen Fernsehproduktionen. Die
Kinematografie, die Drehbücher, die Darstellung, die Musik, alles im Ausmaße einer Spielfilmproduktion. Als würden wir alle 10 Tage die Fortsetzung eines Spielfilms drehen, zumindest die eines Kurzfilms. Ich denke, es ist wunderschön dabei zu zusehen, es ist anders...
Allocine: Von Anfang an war Locke immer getrennt von den anderen Charakteren. Beeinflusst so etwas den Umgang zwischen den Castmitgliedern, wenn gerade keine Dreharbeiten stattfinden?
Terry O'Quinn: Nicht wirklich., ich meine anfangs vielleicht. Ich neigte Anfangs dazu mich zurückzuziehen und die anderen zu beobachten und die Sympathien abzuwiegen und in meinem Fall kam mir meine Rolle zugute, da Locke eher zurückhaltend ist konnte ich dies als Ausrede verwenden um meinen Platz in der Gruppe abzuchecken. Aber es war so eine umgängliche Besetzung, das du dir mit der Zeit nichts mehr vormachen kannst. Es wäre unecht gewesen, mich im Hintergrund zu halten obwohl ich sie eigentlich alle Leiden konnte und im Grunde eine freundliche Person bin.
Allocine: Ist es hart sich in die Rolle eines Überlebenden auf einer Insel zu versetzen, wenn man in Hawaii eigentlich ein Luxusleben führt?
Terry O'Quinn: Nicht wirklich, weil, weißt du... weil du in Hawaii bist ist es ein Teil davon. Wenn ich nicht arbeite, wandere ich für gewöhnlich gerne in den Bergen oder im Dschungel und auch am Strand entlang. Weißt du die Sonne ist trotzdem heiß und da ist dieser wunderschöne Ozean rundherum, es sind de gleichen Bedingungen. Ich denke es ist nicht hart sondern gehört zum Leben eines Schauspielers dazu. Du gehst früh Morgen zur Arbeit, holst dir deinen Kaffee, begrüsst jeden, sie beschmieren dich mit Schmutz und Blut, abhängig von deinen Verletzungen und den Drehorten. Danach erhälst du das Skript und fängst einfach an zu arbeiten. Es ist schwer schlechte Skripts umzusetzen, umso leichter fällt es gute Skripts darzustellen.
Allocine: Du hast deine Gitarre erwähnt und stehst auf Musik. Was für eine Musik hörst du? Ich habe gehört du bist ein Fan von
Neil Young?
Terry O'Quinn: Yeah, Neil Young... Als ich noch im College war, waren Künstler wie, Neil Young,
James Taylor und
Crosby Stills & Nash angesagt. Weißt du, ich stehe auch auf
Mark Knopfler,
Dire Straits, und auch auf
Colin Haye. Ich höre nicht viel von dem ganzen neuen Kram, wie ich sollte. Ich mag die
Proclaimers, habe gerade ihren neuesten Song gehört und liebe ihn.
Allocine: Hast du ein spezielles Training für deine Rolle als Locke erhalten, zum Beispiel im Überlebenstraining?
Terry O'Quinn: Nein, sie gaben mir ein Messer und dann las ich "Oh, Locke wirft ein Messer". Deshalb fing ich an Messer gegen Bäume zu werfen und mittlerweile beherrsche ich das ganz gut. Das mache ich auch oft um die Zeit zu vertreiben, ein neues Hobby. Besser als Zigaretten zu rauchen oder sich mit Donuts vollzustopfen.
Allocine: Und du hast nie jemanden versehentlich getroffen?
Terry O'Quinn: Nein ich habe bisher noch keinen getroffen, war aber bereits einige Male im Spital, nur weil ich mich mit diesen Messern gespielt, und dabei selbst verletzt habe.
Allocine: Ist es wahr das du einen schwarzen Gürtel in Karate besitzt?
Terry O'Quinn: Das ist nicht wahr. Das sind Internet Gerüchte die auf
IMDB oder
Wikipedia verbreitet wurden und besagen das ich einen schwarzen Gürtel in Karate besitze und früher als Bodyguard tätig war. Das ich beim Militär war - Lüge. Ich weiß nicht was noch, das ich in einer Band war ist auch nicht wahr.
Allocine: Würdest du dir wünschen, das eines dieser Gerüchte wahr wäre?
Terry O'Quinn: Weißt du, klar hätte ich gerne einen schwarzen Gürtel in Karate.
Allocine: Was ist mit dem, dass du in einer Band warst?
Terry O'Quinn: Ich habe mit einigen Leuten gespielt, was aber keine große Sache war. Ich mag es zu singen.
Naveen und ich vertreiben uns oft die Zeit am Set mit Gesang. Er ist sagenhaft. Aber klar hätte ich gerne einen schwarzen Gürtel in Karate, würde vermutlich eine bessere Figur haben und vorallem viel fitter sein.
Allocine: Ist Lost eine Sucht für dich?
Terry O'Quinn: Nein. Ich meine ich bin süchtig nach der Schauspielerei und es ist ein befriedigender Teil meiner Karriere. Aber wenn das vorbei ist, werde ich traurig sein aber ich vertraue darauf das diese Show großartig enden wird und danach jeder sagen wird "Es war großartig, bis zum Ende, sehr befriedigend". Vermutlich werde ich dann traurig sein aber meinen Weg fortfahren. ich war öfters am Boden zerstört bevor Lost anfing und es würde mich nicht wundern wenn ich es nach Lost bis zu einem gewissen Punkt wieder wäre. Schauspieler sind in meinen Augen Zigeuner. Ich war schon immer einer und werde es wohl bleiben.
Allocine: Was gefällt dir am Zigeunerleben?
Terry O'Quinn: Ich habe keine hohe Verantwortunmg zu tragen. Als ich meine Frau kennenlernte, hatte ich ein Kopfkissen und eine Gitarre, was vollkommen ausreichte. Jetzt habe ich dort ein Haus und hier ein Haus und noch einiges das ich eigentlich nicht brauche. Ich meine, es ist auf jeden Fall toll Geld zu verdienen, aber ehrlich gesagt wäre ich, mit einer Hosentasche voll Geld, genug Nahrung und eine Bleibe, mehr als glücklich. Das würde reichen.
Allocine: Verfolgst du irgendeine andere Fernsehserie und wenn du es dir aussuchen könntest, in welcher Serie würdest du gerne mitspielen?
Terry O'Quinn: Weißt du, ich habe bisher noch nicht viele Fernsehserien mitverfolgt, daher wäre ich der sicherlich der Falsche. Nichts spezielles. Wenn ich einen Schauspieler einer anderen Serie beobachte, kann ich mir nie vorstellen seine Rolle darzustellen. Ich sehe ihn in dieser Rollen und bewundere ihn dafür, kann mir aber nur vorstellen in anderen Rollen zu fungieren, als eine bestehende zu übernehmen. Ich habe Michael Emerson bereits gesagt "Wir sollten, wenn dies vorüber ist, etwas gemeinsam machen."
Allocine: Einige Ideen?
Terry O'Quinn: Yeah, lass uns um die Welt reisen, schöne Städte besuchen und Kriminalfälle lösen.
(lacht) . Er könnte
Sherlock Holmes und ich
Dr. Watson darstellen, und wir besuchen all die großen Städte.
Allocine: Wo wirst du Leben, wenn Lost vorbei ist? Wirst du Hawaii verlassen?
Terry O'Quinn:Vermutlich. Wir leben auf der Ostküste, nahe
Baltimore in
Maryland. Das ist unser Zuhause, weißt du. Ich hatte nie eine Bleibe in
Los Angeles, wir sollten uns daher bald nach einem geeigneten Ort umsehen, wenn wir unsere Ziele weiterverfolgen wollen. Aber eigentlich ist es hier wunderschön und es würde mich nicht stören hier zu bleiben.
Allocine: In Irland, für deinen Film?
Terry O'Quinn: Oh ja, yeah.